Ringelnatzhaus öffnet zum letzten Male

Mit einer Finissage zur Ringelnatz-Ausstellung von Prof. Jochen Ziska, Designer aus Bennewitz, beendet der Ringelnatz-Verein vorerst sein Wirken im Ringelnatz-Geburtshaus.

Am Sonntag, dem 13. Januar wird ab 14 Uhr letztmalig zu einer Führung durch das Haus und durch die Ausstellung mit Grafiken und Plastiken zu Werken von Joachim Ringelnatz eingeladen. Der Künstler Jochen Ziska wird noch einmal durch die Schau führen. Der von ihm verehrte Ringelnatz liefert mit seiner Bilderdichte, seiner Schnurrigkeit und Phantasie, seinen Traumwelten in den Gedichten Ziska eine Steilvorlage und eine enorme Herausforderung. Ziskas Arbeiten, die mit Fineliner und Pastellkreide oft am Küchentisch entstehen, drücken sich um solche Herausforderungen nicht. Er liebt die offenen Hosenknöpfe und pralle Erotik, das Spiel mit Sinnlichkeit und Körperkult und Sexappeal. Seine Arbeiten fangen aber auch Irrwitz und Überraschung, Erstaunen, Komik und Katastrophen sprachbildlicher Konstellationen mit enormer Gestaltungsfreude ein.

Nach dem Abschluss der Ausstellung zieht der Ringelnatz-Verein mit seinem gesamten Veranstaltungs-Equipment in den ehemaligen Jugendklub im Schweizergarten um, um für die Touristen, Ringelnatzfreunde und Bürger des Wurzener Landes weiter die beliebten Veranstaltungen der Reihe „Freitags im Crostigall 14“ und den 2019er RingelnatzSommer anzubieten. „Wir bedanken uns beim Kulturbetrieb Wurzen und bei der Stadt für die unkomplizierte Lösung und die gute Unterstützung“, so Vereinsvorsitzende Viola Heß in Vorfreude auf die im Frühjahr beginnende Sanierung. 26 Jahre alt ist der Joachim-Ringelnatz-Verein und hat seit 20 Jahren immer neue Angebote mit wechselnden Verbündeten für die Nutzung des Hauses unterbreitet. Die Sanierung ist ein Gewinn für Wurzen, seine öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung“ zeigt sich Heß im Namen der 130 Vereinsmitglieder in ganz Deutschland überzeugt. Der Verein werde die Zeit der Sanierung nutzen, um neue Ideen und Finanzierungswege für neue Angebote zu entwickeln. Unterstützung geben dabei Studenten der HTWK Leipzig um Prof. Marina Stankovic in einem eigens dafür gestarteten Projekt.

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